Wer zahlt den Wasserschaden in der Mietswohnung?

Wenn die Mietwohnung überschwemmt ist

Nach dem nasskalten Herbstwetter freuen Sie sich auf Ihre gemütliche Wohnung – aber die steht gerade unter Wasser. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann ohne den richtigen Versicherungsschutz schnell zu einer finanziellen Katastrophe werden.

Abgrenzung zwischen Hausrat und Gebäude

Sowohl in der Hausratversicherung als auch in der Wohngebäudeversicherung sind Schäden durch bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser versichert. Ob das Wasser aus Zu- oder Ableitungen oder aus der Heizung stammt, ist egal. Auch Wasseraustritt aus einer defekten Waschmaschine oder einem Geschirrspüler ist gedeckt. Viele Verträge schließen auch Nässeschäden durch Wasserbetten und Aquarien ein. Bestimmungswidrig ist der Wasseraustritt auch, wenn Sie vergessen, einen Hahn zuzudrehen und die Badewanne überläuft. Aber nicht immer ist grobe Fahrlässigkeit uneingeschränkt mitversichert. Vergessen Sie das Badewasser also möglichst nicht, und betreiben Sie Geräte ohne speziellen Aquastopp nur unter Aufsicht.

Kommt es zum Wasserschaden, fallen – vereinfacht gesprochen – alle Sachen unter die Hausratversicherung, die Sie beim Umzug mitnehmen würden. Das sind zum Beispiel Möbel, lose Teppiche, Kleidung und die Stereoanlage. Nässeschäden am Haus reguliert die Wohngebäudeversicherung. Eine Sonderregelung gibt es für Bodenbeläge, Innenanstriche und Tapeten. Da Sie als Mieter meist dafür verantwortlich sind, zahlt auch hier die Hausratversicherung, obwohl es sich rechtlich gesehen um Gebäudebestandteile handelt.

Ist die Wohnung aufgrund der Nässeschäden unbewohnbar, sehen viele Hausratversicherungen auch den Ersatz von Hotelkosten vor.

Haftung für Nässeschäden

Ihre Hausratversicherung muss auch bezahlen, wenn das Wasser aus einem Rohrbruch in der Wand stammt oder aus der Wohnung über Ihnen. Um einen möglichen Schadensersatzanspruch kümmert sich die Versicherung. Ihr Vorteil: Ihre Hausratversicherung zahlt den Neuwert, Schadensersatz ist dagegen immer nur Zeitwert.

Umgekehrt kann es natürlich auch passieren, dass Sie für den Wasserschaden am Gebäude und in den Wohnungen darunter verantwortlich gemacht werden. Melden Sie diesen Schaden einfach Ihrer Privathaftpflichtversicherung. Sie prüft, ob Sie wirklich für die entstehenden Kosten aufkommen müssen. Falls ja, übernimmt sie die Zahlungen, und falls nein, wehrt der Versicherer unberechtigte Ansprüche für Sie ab.

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