Unternehmer haften unbegrenzt auch für ihre Mitarbeiter

„Eltern haften für ihre Kinder“ steht an jeder Baustelle, ist aber juristischer Unsinn. Eltern haften niemals für ihre Kinder, sondern allenfalls für die eigene Verletzung der Aufsichtspflicht. Als Unternehmer haben Sie es nicht ganz so einfach. Gegenüber Vertragspartnern haften Sie nämlich für eigenes Verschulden und für das Verschulden Ihrer Mitarbeiter.

BHV ist der wichtigste Baustein im Versicherungspaket für Unternehmer

Für schuldhaft verursachte Personen-, Sach- und Vermögensschäden müssen Sie in unbegrenzter Höhe aufkommen. Sind Sie Einzelunternehmer oder Gesellschafter ohne Haftungsbeschränkung, ist auch Ihr Privatvermögen nicht sicher. Einfache Fahrlässigkeit kann also nicht nur Insolvenz bedeuten, sondern den finanziellen Ruin als Privatperson für den Rest Ihres Lebens. Experten des Versicherers prüfen zunächst, ob Sie überhaupt zahlen müssen. Die Betriebshaftpflichtversicherung (BHV) ersetzt begründete Ansprüche je nach gewählter Deckungssumme in Millionenhöhe und verteidigt Sie gegen unberechtigte Ansprüche notfalls auch vor Gericht.

Vielfältige Lösungen je nach Betriebsart

Die richtige Gestaltung einer BHV braucht umfassende Beratung. Manche Haftungsrisiken sind für alle Betriebe mehr oder weniger gleich: Weil der Boden im Ladenlokal nass war oder der Werkstatthof im Winter nicht gestreut, kommt ein Kunde zu Fall und verletzt sich. Andere Haftungsrisiken sind sehr speziell: Unternehmen im Bewachungsgewerbe drohen hohe Schäden beim Verlust fremder Schlüssel oder Zugangskarten. Herstellungsbetriebe sollten unbedingt an eine Produkthaftpflichtversicherung denken – immer wieder wird in der Presse von groß angelegten Rückrufaktionen zum Beispiel im Automobilbereich berichtet. Aber auch der Handel kann von Produktrisiken betroffen sein. Viele Betriebe nutzen umweltgefährdende Stoffe oder Anlagen und benötigen deshalb eine spezielle Umwelthaftpflichtversicherung.

Beispiel Kfz-Gewerbe

Rund 38.000 Betriebe des Kraftfahrzeuggewerbes gibt es in Deutschland – Händler, Werkstätten, Pflegebetriebe, Reifenspezialisten und viele mehr. Ein gutes Beispiel, was man bei der BHV alles bedenken muss:

  • Benzinklausel: Sie regelt die Abgrenzung zur Kfz-Versicherung, damit es keine unwirtschaftlichen Überschneidungen gibt. Für Kfz-Betriebe bietet die Handel- und Handwerkversicherung eine hoch spezialisierte Lösung.
  • Tätigkeitsschäden: Folgeschäden kleiner Fehler sollten mitversichert werden, zum Beispiel ein schwerer Motorschaden nach einem misslungenen Ölwechsel.
  • Obhutsschäden: Teure Kundenfahrzeuge oder eingelagerte Reifen stellen ein erhebliches Haftungsrisiko dar, das Sie unbedingt versichern sollten.
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