Sturmschäden an Haus und KfZ

„Xavier“ macht den Versicherungen Arbeit
Kaum sind die Sommerunwetter vorbei, werden die Schadenabteilungen der Versicherer mit den Folgen des ersten großen Herbststurms konfrontiert. Am 5. Oktober 2017 fegte der Orkan „Xavier“ über den Norden und Osten Deutschlands hinweg. Erste Schätzung sprechen von 200 Millionen Euro versicherter Schäden – eher wenig, weil das Ereignis nicht flächendeckend einwirkte.

Sachversicherungen zahlen ab Windstärke 8

Sturmschäden sind in der Hausrat- und Gebäudeversicherung ab Windstärke 8 auf der Beaufort-Skala versichert. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit ab 62 km/h. Zum Vergleich: „Xavier“ war selbst im Flachland rund 100 bis 120 km/h schnell, auf dem Brocken im Harz wurden sogar 178 km/h gemessen.

Die Versicherer haben die Möglichkeit, auf Wetterdaten zurückzugreifen und auf diese Weise einzuschätzen, ob die Voraussetzungen für einen Versicherungsfall vorliegen. Es gibt aber Beweiserleichterungen, wenn die nächstgelegene Wetterstation Windstärke 8 nicht bestätigen kann, aber durch die besondere Lage Ihres Hauses trotzdem Sturmschäden entstanden sind. Fragen Sie einfach einen örtlichen Dachdeckerbetrieb. Umfangreiche Aufträge aus der Nachbarschaft oder Schäden an intakten Dächern legen die Vermutung nahe, dass Windstärke 8 erreicht wurde.

Versichert sind Schäden durch unmittelbare Sturmeinwirkung, aber auch bestimmte Arten von Folgeschäden. Wird zum Beispiel ein ordnungsgemäß geschlossenes Fenster vom Sturm aus der Verankerung gerissen, wird die Scheibe durch einen herumfliegenden Ast zerstört oder werden Dachziegel abgehoben, sind Schäden durch eindringendes Regenwasser versichert. Den Gebäudeschaden zahlt die Wohngebäudeversicherung, um die Einrichtung kümmert sich der Hausratversicherer.

Für das Auto reicht Teilkasko

Auch in der Kfz-Versicherung gilt die Definition von Sturm ab Windstärke 8. Bereits über die Teilkaskoversicherung sind Sturm und andere Schäden durch Naturgefahren abgedeckt. Haben Sie eine Vollkaskoversicherung und melden dazu einen Sturmschaden, wird der Schadenfreiheitsrabatt nicht belastet.

Versichert sind die unmittelbare Sturmeinwirkung und – der häufigste Fall – dass durch den Sturm Gegenstände gegen das Fahrzeug geworfen werden. Über die Teilkasko nicht versichert sind Unfälle infolge des Sturms, also zum Beispiel der Aufprall auf einen umgestürzten Baum oder ein missglücktes Ausweichmanöver, wenn Äste auf der Straße liegen.

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