Schöne Bescherung

Bei mehr als 25.000 Familien in Deutschland fällt zu Weihnachten die Bescherung aus, weil Einbrecher bereits vorher da waren. Nicht die Ferienmonate Juli und August führen die Einbruch-Statistik an. Rund die Hälfte aller Einbrüche finden in der dunklen Jahreszeit statt, und der Dezember ist der Spitzenreiter mit etwa 17 % der 150.000 Wohnungseinbrüche des Jahres. Entweder sind die Geschenke bereits gekauft, oder das Weihnachtsgeld liegt dafür in bar bereit. Beides ist für Einbrecher sehr attraktiv.

Mechanische Sicherungen vor Alarmanlagen

Eine Einbruchmeldeanlage kann einen Einbruch nur melden, aber nicht verhindern. Von einfachen Tür- und Fenstermeldern aus dem Baumarkt lassen sich zudem bestenfalls Amateure abschrecken. Profis wissen, wie man solche Alarmanlagen austrickst. Und eine richtige, VdS-geprüfte Anlage vom anerkannten Errichter ist für die meisten Privathaushalte einfach viel zu teuer. Besser ist, auf mechanische Sicherungen zu setzen – ein bündiges Zylinderschloss und ein zusätzlicher Querriegel an der Tür, abschließbare Fenstergriffe, eventuell ein Fenstergitter. Was sinnvoll ist, zeigen Ihnen kriminalpolizeiliche Beratungsstellen und Experten unter den Handwerkern. Eine gute Anlaufstelle ist die Initiative nicht-bei-mir.de im Internet.

Auf ausreichende Versicherung von Wertsachen achten

Sind Sie trotz aller Maßnahmen Opfer eines Einbruchs geworden, ist die Hausratversicherung für Sie da. Sie ersetzt die gestohlenen Sachen zum Neuwert. Wichtig sind eine ausreichende Versicherungssumme bzw. die korrekte Angabe der Wohnfläche im Vertrag. Höchstgrenze der Entschädigung ist die Versicherungssumme plus einer Vorsorge von 10 %. Haben Sie also eine kleine Wohnung, aber wertvollen Hausrat, ist die standardmäßig veranschlagte Summe von 650 Euro pro Quadratmeter möglicherweise nicht ausreichend. Sie können dann die Versicherungssumme angemessen erhöhen.

Ein besonderer Blick sollte auch Ihren Wertsachen gelten. Das sind zum Beispiel Bargeld, Wertpapiere, Schmuck, echte Teppiche, Münzsammlungen oder Kunstgegenstände. Üblicherweise sind diese bis zu 20 % der Versicherungssumme mitversichert. Allerdings gelten für einige Kategorien noch absolute Grenzen, zum Beispiel 1.000 Euro für Bargeld oder 20.000 Euro für Schmuck, wenn Sie die Wertsachen nicht in einem Tresor aufbewahren. Uhren aus Edelmetallen oder mit Edelsteinen sind klar Wertsachen. Aber bei sehr teuren Edelstahl-Uhren gehen die Ansichten der Versicherer auseinander. Einige Anbieter stufen sie als Wertsachen ein, andere als normalen Hausrat – die für Sie günstigere Lösung. Erkundigen Sie sich, wenn sie solche Uhren besitzen, und passen Sie die Entschädigungsgrenzen gegebenenfalls an.

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