Schimmel – die unterschätzte Spätfolge eines Rohrbruchs

Wasserschäden im Haus, häufig verursacht durch einen Rohrbruch, sind eine sehr unangenehme Angelegenheit. Wasser sucht sich seinen Weg und richtet gerade dort Unheil an, wo Sie es zunächst gar nicht entdecken. Schimmelbildung kann besonders bei Allergikern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu ernsten Gesundheitsschäden führen. Atemwegserkrankungen stehen an erster Stelle, aber auch Reizung von Haut und Augen bis hin zu Muskelschmerzen und chronischen Erschöpfungszuständen können durch Schimmelpilze ausgelöst werden.

Sofortmaßnahmen einleiten

Auch wenn es schwer fällt – bewahren Sie Ruhe, wenn Wasser im Haus austritt. Wenn möglich, unterbrechen Sie die Wasserzufuhr. Tipp: Wasserhähne werden durchweg im Uhrzeigersinn geschlossen. Stellen Sie den Strom im betroffenen Bereich ab. Wasser leitet, und ein Stromkabel im Wasser kann ebenso gefährlich sein wie der Fön in der Badewanne. Beseitigen Sie das ausgetretene Wasser durch Aufsaugen mit Tüchern oder einem Nasssauger. Zögern Sie bei großen Wassermengen nicht, die Feuerwehr um Hilfe zu bitten.

Diese Versicherungen sind beteiligt

Ein Wasserschaden betrifft meist mehrere Versicherungen. Um den Sachschaden kümmert sich die Hausratversicherung bzw. die Wohngebäudeversicherung. Die Abgrenzung ist meist recht einfach: Alles, was Sie beim Umzug mitnehmen würden, ist Hausrat, der Rest zählt zum Gebäude. Haben auch andere einen Schaden erlitten, zum Beispiel Nachbarn in der Wohnung unter Ihnen oder der Gebäudeeigentümer bei einer Mietwohnung, sollten Sie Ihre Haftpflichtversicherung informieren. Sie prüft, ob Sie überhaupt verantwortlich sind für den Schaden, und zahlt gegebenenfalls für berechtigte Forderungen. Umgekehrt gilt: Wenn jemand anders den Schaden verursacht hat, zum Beispiel ein anderer Mieter, ein Handwerker oder ein Freund, der Ihnen beim Heimwerken geholfen hat, steht Ihnen ein Ersatzanspruch zu. Informieren Sie einfach Ihren eigenen Hausrat- bzw. Gebäudeversicherer darüber, er kümmert sich um den Regress.

Professionelle Sanierung einleiten

Melden Sie einen Wasserschaden sehr zügig und dokumentieren Sie das Schadensausmaß durch Fotos. Die Schadenprofis der Versicherer wissen, wer Ihnen nach den Sofortmaßnahmen weiterhilft. Sie beauftragen Sanierungsdienstleister, die sich um die Schadenminderung kümmern. Wichtig ist das professionelle Trocknen, damit es möglichst gar nicht erst zur Schimmelbildung kommt. Das kann sehr aufwendig sein, zum Beispiel bei den erfolgreichen POROTON-Ziegeln. Das Wasser kann hier in die vielen kleinen Kammern des Steins eindringen. Putz, Estrich und Wandfarbe sind in der Regel ebenfalls betroffen. Nur eine fachgerechte Sanierung schützt die Bausubstanz und verhindert den gefährlichen Schimmelbefall. Die Kosten übernimmt der Versicherer. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet, denn die Reduzierung der Schadenhöhe kommt ihm letztlich ja auch zugute.

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