Privatpatient auch ohne dickes Einkommen

Kurz vor der Bundestagswahl ist die Diskussion um das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung (GKV und PKV) im vollen Gange. Befürworter verweisen auf die Finanzierung des Gesundheitswesens und des medizinischen Fortschritts durch die PKV, Gegner fordern mehr Gerechtigkeit durch eine solidarische Beteiligung auch der Besserverdiener, der Selbstständigen und der Beamten an einer Bürgerversicherung.

Kassenleistungen sichern nur noch die Grundversorgung

Egal ob Privat- oder Kassenpatient, kräftig draufzahlen mussten in den letzten Jahren alle. Nicht nur neue Technik in der Medizin, auch der demografische Wandel mit längerer Lebenserwartung hat seinen Preis. Die für die Sozialversicherung charakteristische paritätische Finanzierung der GKV, also die gleichmäßige Verteilung des Beitrags auf Arbeitgeber und Versicherte, ist schon seit 2005 politisch nicht mehr gewollt. Aktuell ist der Beitragssatz für Arbeitgeber bei 7,3 % des Einkommens eingefroren, während Arbeitnehmer zusätzlich zu ihren 7,3 % einen stetig steigenden Zusatzbeitrag zahlen müssen, individuell von jeder Krankenkasse kalkuliert. Wer dafür besseren Schutz erwartet, wird enttäuscht – im Gegenteil, der Leistungskatalog wird weiter ausgedünnt, um den Beitrag wenigstens einigermaßen stabil zu halten.

Nicht jeder hat die Wahl

Die PKV verzeichnet vor der Wahl im September einen deutlichen Zulauf. Offenbar vertrauen viele Menschen dem kapitalgedeckten System eher als dem Solidarprinzip und nehmen für bessere Leistungen auch höhere Beiträge in Kauf, verzichten auf die kostenfreie Familienversicherung und die Beitragsermäßigung bei geringerem Einkommen im Rentenalter. Arbeitnehmer können aber nur wechseln, wenn ihr Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Das sind derzeit 57.600 EUR im Jahr.

Zusatzversicherungen schließen die Lücken

Wer nicht wechseln kann oder nicht wechseln möchte – zum Beispiel aufgrund des Einkommens, wegen Vorerkrankungen, wegen eines zu hohen Eintrittsalters oder einer großen Familie – kann sich aber mit dem Verbleib in der GKV und privaten Zusatzversicherungen das Beste aus zwei Welten sichern. Ganz nach Bedarf wählen Sie in der Zusatzversicherung zwischen Tarifen für die Behandlung im Krankenhaus als Privatpatient im Ein- oder Zweibettzimmer bei freier Wahl der Klinik und einem Arzt Ihres Vertrauens, zum Beispiel dem Chefarzt, und ambulanten Leistungen etwa beim Heilpraktiker oder anderen alternativen Behandlungsmethoden, für Prävention und Vorsorge. Brillen, Kontaktlinsen und Hörgeräte können ebenso versichert werden wie Erstattungen für Zahnersatz – Ihre Zusatzversicherung schließt die (Zahn )Lücken, denn Ihr Einkommen sollte man Ihnen nicht beim Lächeln ansehen. Weitere interessante Optionen aus dem breiten Angebot an Zusatzversicherungen sind die Aufstockung des Krankengelds auf den vollen Nettolohn oder eine erweiterte Pflegeversicherung, die für den Fall der Pflegebedürftigkeit mehr zahlt als den Tropfen auf den heißen Stein aus den Sozialkassen.

Umfassende Beratung erforderlich

Das Angebot an Zusatzversicherungen ist heute schon sehr breit, und es wächst mit jeder Leistungseinschränkung der GKV. Gern beraten wir Sie, was für Sie und Ihre Familie die richtigen Gesundheitsbausteine sind. Willkommen in der Welt der Privatpatienten!

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