Müssen Kinder schon Versicherungen haben?

Noch in den Windeln, schon versichert
In der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern sind Kinder ab der Geburt automatisch mitversichert. Die Familienversicherung ist sogar beitragsfrei. Sind die Eltern privat versichert, müssen sie den Nachwuchs innerhalb von zwei Monaten ab der Geburt anmelden, denn nur dann besteht ein Annahmezwang, auch wenn das Kind nicht gesund zur Welt gekommen sein sollte. Allerdings ist die private Krankenversicherung für Kinder nicht gratis, denn hier zählt nicht das Einkommen, sondern das Risiko. Die Krankenversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben – andere wichtige Policen dagegen nicht.

Privathaftpflichtversicherung besteht über die Eltern

Für Schäden durch Verletzung der Aufsichtspflicht haften Eltern unbegrenzt mit ihrem gesamten Vermögen. Die Kinder selbst sind erst ab dem 7. Lebensjahr, im Straßenverkehr ab dem 10. Jahr verantwortlich, wenn sie die entsprechende Einsichtsfähigkeit besitzen. Die Privathaftpflichtversicherung prüft die Rechtslage, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und zahlt für begründete Forderungen. Gute Policen haben eine Deckungssumme von mehreren Millionen Euro.

In der elterlichen Haftpflichtversicherung sind Kinder üblicherweise mitversichert, solange sie unverheiratet sind und sich in einer ersten Schul- und Berufsausbildung bzw. im Studium befinden. Ob sie noch bei den Eltern wohnen, spielt dagegen keine Rolle. Manche Versicherer haben abweichende Regelungen – erkundigen Sie sich am besten, wenn sich in der Lebenssituation Ihres Kindes etwas ändert. Die erste eigene Bude ist auch der Zeitpunkt, um den Versicherungsschutz durch die Hausratversicherung zu prüfen.

Versicherungen gegen Krankheiten und Unfälle

Invalidität bei Kindern ist ein unangenehmes und deshalb häufig verdrängtes Thema. Eine sinnvolle Absicherung kann zumindest die finanziellen Sorgen mildern. Kinder-Unfallversicherungen sind für wenig Geld abzuschließen. Sie enthalten zusätzlich zur normalen Unfallversicherung für Erwachsene zusätzliche Risiken, zum Beispiel Vergiftungen durch versehentliches Trinken von Spülmittel und dergleichen. Noch weiter geht der Schutz von Kinder-Invaliditätsversicherungen. Sie sind gewissermaßen der Vorläufer der wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Kann das Kind wegen Krankheit oder Unfall erst gar keinen Beruf erlernen, erlaubt die Zahlung der versicherten Rente dennoch einen angemessenen Lebensstandard.

Wenn Oma und Opa Geld für die Enkel sparen möchten, war eine Ausbildungsversicherung – eine Lebensversicherung mit festem Auszahlungszeitpunkt – lange Zeit ein beliebtes Instrument. Unter Rendite-Gesichtspunkten ist zu prüfen, ob ein fondsgebundenes Produkt heute nicht mehr Ablaufleistung verspricht.

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