Mobile Risiken richtig versichern

Auch wenn Sie nicht in der Logistik-Branche tätig sind – mobile Risiken hat fast jeder Betrieb. Für das eigentliche Betriebsgrundstück besteht in der Regel eine Verbundene Sach-Gewerbeversicherung. Ihr Deckungsumfang ist vergleichbar mit einer Hausratversicherung im privaten Bereich. Versichert ist die kaufmännische und technische Betriebsausstattung, also zum Beispiel Büroeinrichtung und Maschinen, sowie Waren und andere Vorräte. Der Versicherungsschutz bezieht sich aber nur auf bestimmte Gefahren, insbesondere Brand, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm. Für Sachen außerhalb des Grundstücks, etwa auf Baustellen, gelten zudem Entschädigungsgrenzen.

Eine Transportversicherung ergänzt diese stationäre Deckung – ungefähr so, wie eine Reisegepäckversicherung die Hausratversicherung erweitert. Die Transportversicherung ist üblicherweise als Allgefahrendeckung konzipiert, bezieht sich also auf alle Gefahren, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind. Für Handwerksbetriebe eignet sich besonders die Autoinhaltsversicherung. Versichert sind darüber die Sachen, die Sie im Firmenwagen transportieren, zum Beispiel gegen Unfall des Transportmittels, gegen Schäden beim Be- und Entladen und gegen Entwendung durch Aufbrechen des Fahrzeugs. Letzteres ist nämlich kein Einbruch und deshalb ohne besondere Vereinbarung in der allgemeinen Sachversicherung nicht gedeckt. Wer selbst hergestellte Erzeugnisse oder Handelsware versendet, benötigt spezielle Lösungen aus dem Bereich der Gütertransportversicherung, je nachdem, ob es sich um Land-, Luft- oder Seetransporte handelt und welche Vereinbarungen zur Haftung für Transportschäden und zum Gefahrübergang mit dem Empfänger getroffen sind.

Während die Güterversicherung, auch Cargoversicherung genannt, sich auf das Transportgut bezieht, deckt die Kaskoversicherung Schäden am Transportmittel. Die Bezeichnung, die den meisten Menschen von der Versicherung des eigenen Autos bekannt sein dürfte, stammt aus der Seeversicherung und leitet sich vom spanischen Wort für Schiffsrumpf ab. Achten Sie darauf, Lieferwagen und Lkw korrekt zu versichern. Die Versicherer unterscheiden – übereinstimmend mit dem Transportrecht – zwischen Werkverkehr, der nur für eigene Zwecke erfolgt, und gewerblichem Güterkraftverkehr, der gegen Entgelt für fremde Auftraggeber durchgeführt wird. Die Lieferung eigener Waren an Kunden gehört zum Werkverkehr, die Autos von Paketdiensten müssen dagegen als gewerblicher Güterverkehr versichert werden.

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