Krankenkassen-Zusatzbeitrag 2019 bei 1,8 %?

Auch 2016 wird die Mehrzahl der gesetzlich Krankenversicherten mit einer Erhöhung des Zusatzbeitrags ihrer Versicherung belastet. Er beträgt jetzt im Schnitt 1,1 % und liegt im Extremfall bereits bei 1,7 %. Seit dem politisch gewollten Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung der Kassenbeiträge und dem Einfrieren des Arbeitgeberanteils bei 7,3 %, also der Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes, ist der Zusatzbeitrag allein von den Versicherten zu zahlen.

Nach Einschätzung von Experten wird der Zusatzbeitrag bereits in den nächsten drei Jahren selbst bei vorsichtiger Schätzung auf 1,4 % bis 1,8 % steigen. Nicht nur der demografische Wandel, auch Reformen wie Krankenhausstrukturgesetz, Stärkung von ambulanter Versorgung, Prävention, Hospizen und Palliativmedizin bedeuten eine erhebliche Mehrbelastung. Solange kostendämpfende Maßnahmen wie eine Begrenzung von Arzneimittelpreisen nicht greifen, steigen die Beiträge weiter. Gegen die ungleiche Verteilung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern regt sich aber zunehmend politischer Widerstand.

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