Gut vorbereitet ins Erstsemester

Gerade noch Abi gefeiert, schon geht der Stress los. Vor allem der Studienbeginn in einer anderen Stadt erfordert eine Menge Organisation. Dazu gehören auch die Versicherungen. Nicht alles, was angeboten wird, ist für den Anfang auch sinnvoll. Oft besteht noch Versicherungsschutz über die Eltern.

Krankenversicherung – eine langfristige Entscheidung

Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, besteht die kostenfreie Familienversicherung für Studenten mindestens bis zum 25. Lebensjahr. Allerdings dürfen sie in einem Studentenjob maximal 450 Euro im Monat verdienen, sonst müssen sie selbst für ihre Krankenversicherung zahlen. Sind Studenten über ihre Eltern privat krankenversichert, haben sie die Wahl zwischen privater (PKV) und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV). Beamtenkinder bleiben wegen der günstigen Beihilfe-Tarife meist in der PKV. Für alle anderen ist die PKV ebenfalls möglich, aber teurer. Die Entscheidung für die PKV ist wegen der besseren Versorgung eine Überlegung wert, aber mit Risiken behaftet. Erstens ist die PKV für das gesamte Studium und auch eine sich daran anschließende Selbstständigkeit bindend. Das gilt für Beamtenkinder auch, wenn sie ab dem 26. Lebensjahr aus der Beihilfe herausfallen und mehr bezahlen müssen. Zweitens bleibt man bei Arbeitslosigkeit nach dem Studium auf einem Teil der PKV-Beiträge sitzen oder muss in einen Basistarif mit Leistungen wie in der GKV wechseln.

Es gibt nur wenige Pflichtversicherungen

Neben der Krankenversicherung ist nur die Haftpflichtversicherung für ein Auto oder Motorrad, Roller oder Moped zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Schaffen Sie sich als Student erstmals ein Fahrzeug an, wird es vermutlich teuer. Junge Fahrer gelten bei den Versicherern als Risikogruppe, zudem wurde noch kein Schadenfreiheitsrabatt aufgebaut. Prüfen Sie, ob eine Versicherung als Zweitwagen über die Eltern günstiger ist. Dann muss aber der Fahrerkreis auf junge Fahrer erweitert werden.

Die private Haftpflichtversicherung ist zwar nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen. Für ein Erst- und Aufbaustudium besteht Versicherungsschutz normalerweise über den elterlichen Vertrag. Klären Sie das aber unbedingt ab, vor allem, wenn es Wartezeiten zwischen Schule und Studienbeginn gab.

Berufsunfähigkeitsversicherung günstig abschließen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) ist umso günstiger, je früher man den Vertrag beginnt. Die Versicherung hat auch vor dem Eintritt ins Arbeitsleben Sinn, da noch keine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bestehen. Eine Unfallversicherung ist dagegen zunächst entbehrlich, denn sie deckt nur einen kleinen Ausschnitt der Risiken für die Gesundheit.

Nur wenn Sie als Student einen eigenen Hausstand gründen, benötigen Sie auch eine Hausratversicherung. Die meisten Versicherungen der Eltern versichern Ihre Kleidung, Ihren Laptop und andere persönliche Sachen in der Studentenbude automatisch mit. Erkundigen Sie sich, wo der Versicherer die Grenze zwischen Studentenheim und eigener Wohnung zieht. Eigene Küche und Waschmaschine sprechen beispielsweise für eine eigene Wohnung, die separat zu versichern ist.

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